Wie hat esdec flatfix wave entwickelt?

Dieser Artikel ist eine Übersetzung der niederländischen Version, verfasst von Joyce Beuken und veröffentlicht am 19. April 2021 auf www.solar365.nl

Wie hat Esdec FlatFix Wave entwickelt?

Nach einem langen und intensiven Forschungsprozess präsentierte Esdec FlatFix Wave, ein werkzeugloses und einfach zu installierendes Montagesystem für Solarmodule. Bei der Entwicklung dieses Systems waren mehrere Beteiligte eng eingebunden, um das Funktionieren des Systems unabhängig nachzuweisen. Wie kam es zu diesem Konzept? Forschungsleiter Jeroen Weller erklärt, wie FlatFix Wave als Ergebnis intensiver Zusammenarbeit entstand. „All das Wissen, das wir über die Jahre erworben haben, ist in diesem System enthalten.“ FlatFix Wave wurde im Oktober letzten Jahres auf den Markt gebracht. Was unterscheidet dieses Montagesystem von anderen? „Esdec bietet jetzt zwei Flachdachsysteme an. Eines davon ist FlatFix Fusion, das inzwischen seit einigen Jahren auf dem Markt ist. Dieses System wurde entwickelt, um eine flexible Konstruktion auf Dächern mit Hindernissen oder unterschiedlichen Formen zu ermöglichen.

Vogelgesang

Das System wurde Ende 2020 auf den Markt gebracht. Weller: „Wir haben alle Problempunkte von Flachdachsystemen auf der Welt analysiert, die uns bis dahin bekannt waren, und die Lösungen in dieses neue System einbezogen.“ Der vielleicht größte und einzigartige Vorteil liegt darin, dass das System werkzeuglos ist“, sagt Weller. „Ein Installateur muss keine Werkzeuge mit auf das Dach nehmen. Da die Teile vormontiert sind, muss nichts mehr zusammengeschraubt werden.“ Dies spart eine Menge Zeit und Aufwand und stellt gleichzeitig sicher, dass die Installation fehlerfrei durchgeführt werden kann. „Da niemand mehr mit einem Akkubohrer auf dem Dach stehen muss, ist die Installation außerdem viel leiser geworden. Das ist ein angenehmer Nebeneffekt. Wir haben dies bemerkt, als wir das System in der Praxis getestet haben und die Vögel singen hörten.“

Ende einer Tradition

Das System kann so schnell installiert werden, dass es sich wie eine Welle auf dem Dach selbst zu installieren scheint; daher sein Name: „Wave“. Mit FlatFix Wave werden die Module nicht an der kurzen Seite zusammengeklemmt, sondern ungefähr in einem Abstand von einem Viertel und drei Viertel an der langen Seite. Auch dies ist laut Weller eine gut durchdachte Wahl. „Das Klemmen in den korrekten Positionen an den langen Seiten hat den Vorteil, dass die Systeme höhere Wind- und Schneelasten bewältigen können. Dies ist für die immer größeren Module auch viel günstiger. Es verhindert hauptsächlich die Bildung möglicher Mikrorisse (Haarrisse in den Solarzellen). Diese neue Art des Klemmens wird daher von vielen Modulherstellern empfohlen.“ Im Vergleich zu traditionellen Systemen wurden viele kleinere Anpassungen vorgenommen, die einen positiven Unterschied bei den Berechnungen ergaben. „Das Seitenblech, das die offene Seite des Feldes verschließt, wurde zum Beispiel absichtlich etwas schräg gestaltet. Dies sorgt für viel mehr Aerodynamik, sodass weniger Ballast erforderlich ist.“

Zwei Stellschrauben

Der Schwerpunkt bei der Entwicklung von FlatFix Wave lag laut Weller auf zwei Aspekten: „Einerseits wollten wir für mehr Zuverlässigkeit den Ballast in unserem neuen System maximieren. Andererseits wollten wir ihn aus praktischen Gründen, wegen der Kosten und des Zeitaufwands minimieren. Dies sind gegensätzliche Interessen, auf die die folgenden zwei Entwicklungspunkte einen starken Einfluss haben. Bei der Entwicklung konnten wir an zwei Stellschrauben drehen. Wir haben die Aerodynamik optimiert, wir haben aber auch die mechanische Kopplung so stark wie möglich gemacht.“ Diese Kopplung wurde in der Praxis durch Anwendung sehr starker Querverbindungen in zwei Richtungen erhöht. Dadurch ist die Verbindung zwischen den Modulen sehr stark.

„Bei der Entwicklung des Wave-Systems haben wir neben unserem eigenem Wissen und unserer Erfahrung auch das gesamte externe Wissen einbezogen, das wir im Projekt vorgefunden haben. Verschiedene Parteien wurden konsultiert oder involviert, wie EPC-Unternehmen, Installateure, Zertifizierungsstellen, technische Forschungsinstitute und Peutz, unser Partner für Windkanaltests. Alles mit dem Ziel, ein zukunftssicheres und solides System zu entwickeln.“

Vom Konzept bis zum Endprodukt

Die Anforderungen und Voraussetzungen für Wave wurden mit all diesen Parteien in einer großen Zahl von Sitzungen skizziert und in das Endprodukt einbezogen. Während mehrerer Runden wurden alle Konzepte und Zwischenversionen erneut getestet und entsprechend angepasst.

„Außerdem wurde Peutz, unser Partner für Windkanaltests, gefragt: Wenn Sie das aus aerodynamischer Sicht perfekte Flachdachsystem entwerfen könnten, welche Anforderungen müsste es erfüllen? Die abgeschrägten Seitenbleche waren eine der Eigenschaften, die zum letztendlichen Design führten.“

Weller spricht über die verschiedenen Konzepte, die diskutiert wurden und zum letztendlichen System führten. Offensichtlich schafften es nicht alle Eigenschaften aus den Konzepten in das Endprodukt. „Eine frühere Version beinhaltete einen Spoiler für zusätzlichen Unterdruck und hatte eine komplett geschlossene Front und Seite. Der Spoiler funktionierte an und für sich gut, es stellte sich aber heraus, dass er in der Praxis nicht in das Design passte. Ein halbes Jahr nach der Markteinführung des Systems ist das Team sehr beschäftigt: Es arbeitet hart an verschiedenen Konfigurationen des Systems, wie z. B. einer nach Süden zeigenden Konfiguration, da das aktuelle System nur in einer Doppelkonfiguration erhältlich ist.

Dies ist der erste von drei Artikeln über Montagesysteme, Windkanaltests und die Verifizierung der Testergebnisse. Der zweite Teil wird am 30. April veröffentlicht.