„ClickFit für 756 selbst installierte Solarmodule“

ClickFit

Auf den Dächern der Betriebshallen von Brink Recycling in Kampen liegen 756 Solarmodule. Das entspricht 30.000 kW pro Monat, so Geschäftsführer Stefan Brink, der die Firma zusammen mit seinen Eltern leitet. Das Montagesystem ClickFit für die Solarmodule hat er eigenhändig auf dem Dach installiert. Ganz allein. „Ich bin handwerklich geschickt und das System ist äußerst benutzerfreundlich. Darum war es machbar.“

Draußen auf dem Gelände von Brink Recycling an der IJssel türmen sich hohe Berge von Kunststoffabfällen in allen Farben des Regenbogens. Drinnen in den Hallen stehen reihenweise weiße Big Bags und blauen Seecontainer, die mit Kunststoffflakes gefüllt sind und zur Wiederverwendung bereit stehen. Zwischen dem Ausgangsund Endprodukt findet ein Prozess der Reinigung, Zerkleinerung, Vermahlung und Trocknung statt, und all diese Vorgänge erfordern Energie. „Um einen Seecontainer mit Kunststoffflakes zu füllen, braucht man so viel Energie wie eine Durchschnittsfamilie in einem Jahr verbraucht“, rechnet Brink vor. Auf den Betriebshallen von Brink Recycling scheint die Sonne nunmehr auf die Solarmodule; die dort liegen, insgesamt 756 Stück. Zusammen sorgen sie für Energieeinsparungen von 20 bis 25 %. „Nachhaltigkeit ist unser Job. Dann sollte unser eigenes Unternehmen auch umweltfreundlich sein, finde ich“, erklärt Brink. Deshalb hat er Solarmodule über Solar Nederland bestellt. Sein Ansprechpartner dort wies ihn auf das EVO-Montagesystem von Esdec hin. „Er war ganz begeistert von diesem System wegen seiner Benutzerfreundlichkeit. Ich hatte ihm erzählt, dass ich das Montagesystem selbst befestigen wollte. Dieser Aspekt war mir also sehr wichtig.“

LEICHTE MONTAGE

Brink stieg selbst aufs Dach und installierte alle Profile innerhalb einer Woche. „Ich bin handwerklich geschickt. Darüber hinaus sind auf der Website von Esdec deutliche Anleitungen zu finden. Und mit dem Kalkulator kann man ausrechnen, welche Maße die Zwischenräume zwischen den einzelnen Profilen haben müssen. Äußert praktisch“, erzählt Brink. Auf den Dächern von Brink Recycling liegen SpundwandDachplatten. Das Montagesystem für die Solarmodule ist darauf zugeschnitten. Jedes Modul wird von vier separaten, kleinen Profilen „getragen“. Es ist für Module unterschiedlicher Dicke geeignet. Der Abstand zwischen den Halterungen auf den Profilen, in die die Module eingefasst sind, können an die Dicke des Solarmoduls angepasst werden. Bei einer dickeren Platte wird die Klemme weiter geöffnet, so dass der Abstand zwischen den beiden Halterungen größer wird und eine dickere Platte auf das Profil passt. „Solarmodule halten lange. Sie müssen also nicht schnell über deren Austausch nachdenken, aber wenn man das machen und sich für dickere Module entscheiden würde, würden die also auch reinpassen. Es ist ein flexibles System“, sagt Brink.

WENIGER MATERIAL, DADURCH NACHHALTIGER

Im Gegensatz zu anderen Systemen hat das EVO-System keine langen Schienen, sodass weniger Bohrungen in den SpundwandDachplatten erforderlich sind. „Die langen Schienen benötigen mehr Befestigungspunkte. Das EVO-System hat kleine Profile, die nur mit ein paar Schrauben befestigt werden müssen. Darüber hinaus dienen die Profile an der Oberkante eines Solarmoduls gleich wieder als Stütze für das darüber liegende Solarmodul“, erklärt Brink. Für zwei Module braucht man also keine acht, sondern nur sechs Profile. Das Arbeiten mit kleinen Profilen spart Zeit, da weniger Schrauben ins Dach gebohrt werden müssen. Und man braucht eben auch weniger Material. „Die Profile sind kleiner. Das ist dann einfach weniger Aluminium – daraus sind sie gemacht – und es gehen weniger Edelstahlschrauben rein. Es ist damit wiederum nachhaltiger, weil für die Herstellung der kleinen Profile weniger Rohstoffe benötigt werden.“ Inzwischen hat Brink auch Solarmodule auf seinem eigenen Haus angebracht. „Ich konnte ja einfach gleich weitermachen“, erzählt er. Das Dach des Hauses hat Dachpfannen. Dafür brauchte er also eine andere Methode, um die Solarmodule auf Dachpfannen zu befestigen. „Auch das ist sehr benutzerfreundlich. Ich habe es wieder ganz alleine installiert“, erzählt er uns begeistert.